GRÜNE gegen Wohnbebauung in Wickede-Nord

Brackel
13.03.2014 – Pressemitteilung

Mit Unverständnis reagieren die GRÜNEN in Brackel angesichts der Äußerungen von Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka (SPD) zum Thema Wickede-Nord (West).

Claudia Plieth, Fraktionssprecherin der Bezirksvertretung Brackel:
„Die Politik hatte das Bebauungsplanverfahren für Wickede-West zwischenzeitlich gestoppt. Wenn jetzt im Rahmen der Haushaltsplanung das ökologischwertvolle Gebiet wieder zur Vermarktung gestellt werden soll, muss man sich fragen, welchen Wert politische Vereinbarungen mit der SPD denn haben“, gibt Plieth zu bedenken und verweist auf den bestehenden rot-grünen Konsens im Bezirk, wonach dieses Neubaugebiet nicht weiter forciert werden sollte.

Der Beirat bei der unteren Landschaftsbehörde hatte die geplante Wohnbebauung Wickede-West (jetzt "Ortsrand Wickede-Nord") im Rahmen seiner Stellungnahme zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2005 als die ökologisch bedenklichste in ganz Dortmund bewertet und sich dabei u.a. auf städtische Gutachten bezogen. Laut Landschaftsplan handelt es sich um einen geschützten Landschaftsbestandteil mit alten Hecken und der Umweltplan der Stadt Dortmund weist das Gebiet als Erholungsraum aus. Die Umweltqualitätsziele zur Freiraumentwicklung der Stadt fordern deshalb den Ausschluss weiterer baulicher Entwicklung und Flächenversiegelung für diesen Bereich. Ein später in Auftrag gegebenes Gutachten zur Beurteilung der wasserwirtschaftlichen Situation hatte gezeigt, dass das Gebiet zudem sehr hohe Grundwasserstände aufweist.

„Ein Entwässerungskonzept, das den hohen Anforderungen genügt, liegt bis heute nicht vor“, so Ulrich Begemann, stellvertretender Bezirksbürgermeister. „Es ist noch nicht einmal gesichert, ob das Gebiet überhaupt erschließungsfähig ist. Wenn Herr Czierpka jetzt in Aussicht stellt, dass hier über die Ansiedlung finanzkräftiger Hausbesitzer die Kaufkraft in Wickede erhöht wird, hört sich das nach populistischen Wahlkampfparolen an.“ Für die GRÜNEN Bezirksvertreter ist weiterhin klar, dass durch Kostendruck keine Präjudiz geschaffen werden dürfe. „Wir fordern stattdessen die endgültige Umwidmung der Fläche zum Naturschutzgebiet statt aufwendiger Entwässerungsvarianten für teure Wohnbebauungsflächen.“


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